Mit einem Working Holiday Visa ist man berechtigt, 12 Monate in Australien zu bleiben und zu jobben, letzteres allerdings nur maximal 6 Monate bei einem Arbeitgeber. Außerdem ist der Arbeitgeber verpflichtet, in die Rente einzuzahlen, die sogenannte Superannuation. Die kann man nach Rückkehr von Deutschland aus einfordern und auf sein Konto überweisen lassen - versteuert. Mit dem Visum kann man auch 4 Monate studieren.
Ich war mit dem sogenannten 457 Visum in Australien, welches vom Arbeitgeber gesponsert wird. Dies wird zunächst für 2 Jahre ausgestellt und kann dann verlängert werden. Voraussetzungen sind neben der Einwilligung des Sponsors nachgewiesene gute Englischkenntnisse sowie ein gewisser Mindestlohn. Gefällt es einem sehr gut in Australien, ist es ein praktisches Visum, um sich weiter für die "Permanent Residency" zu bewerben, da man bereits mit Job und Wohnung gute Voraussetzungen mitbringt. Für ein 457 Visum ist es möglich, auch dem Partner eine Arbeitserlaubnis zu gewähren, solange man einen Haushalt teilt.
Ein Nachteil des 457 ist die Abhängigkeit vom Sponsor, also dem Arbeitgeber vor Ort. Verliert man den Job oder kündigt, hat man einen Monat Zeit, einen anderen Sponsor zu finden - ansonsten muss man Australien verlassen. Die nationale Krankenversicherung bleibt dem 457 Worker verschlossen, er muss sich privat absichern, was meist die Sponsoren übernehmen.
Australiens Wirtschaft geht es gut, und dementsprechend findet man in allen Bereichen Jobs. Wie überall gilt es jedoch, dass man mit zunehmender Konkurrenz bei einfachen Jobs rechnen muss, allein wegen der Fülle an ungebildeten Einwanderern sowie jungen Backpackern. Die Gastronomie sowie die Farmarbeit beispielsweise sind beliebte Tätigkeitsfelder für Backpacker. Aufgrund der hohen Fluktuation freuen sich Arbeitgeber hier über langfristiges Interesse. Eine gute Quelle für Jobangebote sind natürlich die Onlineausgaben der Tageszeitungen oder direkt Job Websites wie http://www.seek.com.au/, http://mycareer.com.au/ oder http://jobsearch.gov.au/default.aspx. Für Backpacker, Abenteurer und Studenten lohnt es sich, das schwarze Brett im Eingangsbereich der Hostels zu durchstöbern - oft sind Jobs dort schnell und unkompliziert zu finden.
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